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Kirche, Religionen

Die Erfahrung geht weiter

Neuer Pfarrer für Église française

27.04.2016
Im Juni wird Pasteur Rédouane Es-Sbanti aus Montpellier Pfarrerin Simone Brandt-Bessire im Pfarramt der Église française ablösen.

Im September 2010 hat Pfarrerin Simone Brandt-Bessire aus Pruntrut als Nachfolgerin von Pfr. Marc Bridel die Pfarrstelle der Église française de Saint-Gall übernommen. Sie hat einen eindrücklichen Erfahrungsschatz mitgebracht, etwa durch ihre Auslanderfahrungen, unter anderem mit ihrer Familie bei den Waldensern in Uruguay, durch ihre Tätigkeit als Religionslehrerin am Gymnasium Pruntrut und als dortige Spitalpfarrerin. Stets hoch motiviert hat sie in St.Gallen und den Aussenstationen viel Einsatz gezeigt. An drei Sonntagmorgen jedes Monats hat sie in St.Gallen und monatlich je einmal in Rapperswil und Rorschach Abendgottesdienste abgehalten. Dazu sind regelmässige Nachmittagsanlässe in Oberuzwil und Glarus wie auch Arbeits- und Bibelnachmittage in St.Gallen gekommen. Mit ihrem welschen Charme hat sie manche Türen und Herzen geöffnet.

Dank für Simone Brandt

Zu allen Mitgliedern und zu vielen Freunden der Église pflegt Simone Brandt auf Dauer regen persönlichen Kontakt. Auch im Gottesdienst vermag die begnadete Predigerin ihre Gemeinde immer persönlich anzusprechen und zu packen. Die Mitglieder und Freunde der Église française danken Simone Brandt herzlich für ihren grossen und nachhaltigen Einsatz. Alle wünschen ihr viel Glück bei der Realisierung der Projekte, die sie für die nun beginnende Zeit als aktive Pensionierte aufgespart hat. Alle freuen sich auch darüber, dass Simone Brandt in St.Gallen wohnhaft bleibt.

Erfahrener Nachfolger

Die Nachfolge im Amt ist mit der Wahl von Pasteur Rédouane Es-Sbanti aus Montpellier glücklich gelöst. Er bringt eine fundierte Berufserfahrung als Gemeindepfarrer, Direktor von Missionswerken und zuletzt von Radio
Protestante FMplus in Montpellier mit. Er war schon während der Amtszeit von Simone Brandt verschiedentlich Gast in St. Gallen und wird sein Amt im Juni antreten. Alle freuen auf sein Kommen und Wirken.

Handelskammer im Stiftungsrat 

Simone Brandt ist übrigens die letzte der bisher neunundzwanzig von der Industrie- und Handelskammer IHK und ihren Vorgängerorganisationen angestellten Pfarrpersonen. Neuerdings ist die Mitgliederversammlung der Église française dafür zuständig. Die IHK bleibt aber der Église treu und eng verbunden, indem sie alle die Église mitfinanzierenden Kantonalkirchen und Kirchgemeinden im Stiftungsrat einer speziell hierfür gebildeten Stiftung weiterhin zusammenhält. 

Reise zur Entdeckung von Lyon

Die Église française hat für die Zeit von Dienstag, 13. bis Samstag, 17. September 2016 eine Reise nach Lyon mit einem vielfältigen Programm vorbereitet. Jedermann ist herzlich zur Teilnahme eingeladen. Näheres und Anmeldung unter www.eglisefrsg.ch oder bei Pfrn. Simone Brandt, St.Gallen, Tel. 071 277 08 56

 

Text: Paul Strasser, Mitglied des Conseil d‘Eglise | Foto: z.V.g.  – Kirchenbote SG, Mai 2016

Église française seit 1685 in St.Gallen

Die Entstehung der Église française in St.Gallen geht unmittelbar auf die Aufhebung des Edikts von Nantes zurück. Dieses Edikt hatte den calvinistischen Protestanten in Frankreich, den Hugenotten, eine gewisse Religionsausübung zugesichert.

Der absolutistische Louis XIV widerrief das Edikt am 18.10.1685. Als Folge davon flohen mehr als 150 000 Hugenotten in die umliegenden Länder, viele davon in die Schweiz.

Bereits 1685 erfolgte auf Antrag der Kaufmannschaft in der Stadt St.Gallen die Einrichtung von Gottesdiensten in französischer Sprache. Heute hat die Église française den Status einer kirchlichen Vereinigung im Rahmen der Ev. -ref. Kirche des Kantons St.Gallen und steht interessierten Personen offen, ohne dass diese ihre Kirchgemeinde verlassen müssen. Finanziert wird das 50-Prozent-Pensum der Église française durch die Kantonalkirche, die drei Evang.-ref. Kirchgemeinden der Stadt St.Gallen sowie Rorschach, Rapperswil-Jona und Glarus.

 


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Zusammen mit der Comic-Broschüre und dem Erklärfilm zu «Wirtschaft ist Care» stehen nun Grundlagen und Anregungen für die Umsetzung zur Verfügung, damit engagierte Menschen auch an anderen Orten ihren eigenständigen Rundgang einrichten können.


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