Logo
Kirche

Das Gedicht zum Kirchentag

02.06.2016
Schon seit Urzeiten hat der See nicht nur das eine vom anderen Ufer getrennt, sondern auch verbunden. So beginnt das schweizerdeutsche «Werbegedicht» zum BKT 16.

Von Peter Schüle

Scho sit Urzyte hät de See nöd nur s einti Ufer vom andere trännt, sondern – mee no – verbunde.

D Wasserwäg sind die wichtigschte Wäg gsi, zum öppis vo da nach det bringe.

Und oni d Wasserwäg wär au s Evangelium nöd zu eus cho: zersch hät sich di gueti Nachricht rund um s Mittelmeer verbreitet - vo Hafeschtat zu Hafestchtat. Und dän ersch no über en Umwäg: vom Atlantik här isch s Chrischtetum über Irland bis zu eus cho, i di dete tüfe Wälder vo de Oschtschwyz, in finschtere Hinderthurgi.

Wasserwäg? Was söll das amene Alltagsmorge bi eus? Wo wyt und breit kein grössere See isch, I de Näche für di meischte vo eus nöd emal en gnueg grosse Weier zum Bade. Nur Bode und Land.

Doch de Schi trügt: Nöd nur i Urzyte au hüt verbindet en See sogar eus im Hinderthurgau.

Zwar lyt de Bodesee wyt ewägg. 

Wäret em See na vill gueti Begägnige d Mäntsche offe gmacht händ -viles i Gschicht und Kultur brichtet de vo, vom Begägnigsrum Bodesee.: De Humanismus isch über de see zu eus cho, d Vögt aber und schpöter s Kapital vo Züri.

Mir sind Mäntsche vom Hinderthurgi, au das hät mer gmerkt: bodeschtändig und scholleverbunde um all die Wälder und Berge ume nöd grad offe. 

Jetz aber ghöred mir doch zum Kanton Thurgi – ebe mit Seeaschtoss. Und drum simir au iglade alle 2 Jaar:

Hüt – wo mir no ganz andersch verbunde sind mit de gränzelose Elektronik – isch de Bodesee, sini Wyti und Offni, de Grund für öppis ganz Eimaligs. Da träffed sich all 2 Jaar Mäntsche us all de Länder rund um de See – vo Öschtrich, Dütschland und vo de Schwyz, und Chrischte vo alne Schattierige und Konfessione – katholische, reformierte, orthodoxi. De Bodeseechiletag. Zäme fyre, enand über alli Gränze ewägg begägne, di brännende Frage vo de Zyt ufgrife und gschpüre, wie mir z tüfscht ine zämeghöred, au mit dene ännet em See.

Und jez sind si au wider iglade, am 24.-26. Juni an Bodeseechiletag. Zum volle Läbe zu vielfältige Begägnige, zum ryche Fäscht.

 


KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Zwischen Zebra und Löwe  | Artikel

An der St. Galler Olma kann man sich hinter einer Krippe fotografieren lassen – umgeben von exotischen Tieren. Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckt die reformierte Kiche des Kantons St. Gallen.


«Pilger»  | Artikel

Mit dem Lied «Mariam Matrem», vorgetragen vom «Pilgerprojektchor Inscriptum», erleben wir in diesem kurzen Trailer die «Pilger» des Künstler Johann Kralewski, wie sie in der Offenen Kirche St.Gallen auf das Graffiti «des offenen Himmels» von Stefan Tschirren blicken und sich in die Kirche St.Mangen bewegen - am 24.9.2021. Leitung des Projektchors: Walter Raschle. Clip: Andreas Schwendener

Umzug in die Kirche St. Mangen in voller Länge (38 Minuten).


«Back to the roots!» mit Zen-Meister Niklaus Brantschen  | Artikel

«Back to the roots», die Folge 24 von «Zauberklang der Dinge», verbindet die Refrains von zwei Liedern, die Peter Roth nach Gedichten von Dschallalu Din Rumi geschrieben hat. Beide giessen die tiefsten Einsichten aller Mystikerinnen und Mystiker, zu allen Zeiten, in poetische Worte und Bilder. In «This body is a rose» hören wir: Während Formen kommen und gehen, ist ihre Essenz unvergänglich, ewig! Und in «Don’t go away» sagt Rumi: Die ganze Schöpfung, alles fließt aus der gleichen Quelle – kehren wir zu ihr zurück – back to the root of the root! Barbara Balzan und Niklaus Brantschen – die junge Sängerin und der alte Zen-Meister, die Frau und der Mann – teilen ihre Gedanken zu diesen Liedern.


Bloggen Sie mit!  | Artikel

Der Kirchenbote hat neu einen Blog. Reden Sie mit, schauen Sie herein. Es warten spannende Themen auf Sie.