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Kirche

Dank-Gottesdienst auf dem Nollen

08.08.2016
HOSENRUCK TG. Wenn am 1. August vormittags schon nach 9 Uhr einige hundert Gottesdienstbesucher auf den Nollen pilgern, muss der liebe Gott etwas Besonderes vorhaben.

Pfarrerin Christa Heyd und Pfarrer Marcel Ruepp haben auch dieses Jahr zu einem Dank-Gottesdienst auf den Nollen geladen und trotz einem grösseren Zelt war es überfüllt. Wenn man diesen beiden Geistlichen zuhört, braucht es keine Kathedrale. Der Geist Gottes schwebt durch das Zelt, widerspiegelt sich in den fröhlichen Gesichtern der Zuhörer, geht zu Herzen jedes Einzelnen und in einer Predigt darf auch einmal herzhaft gelacht werden. Warum auch nicht, seien wir doch fröhlich und dankbar, dass wir Gottes Kinder sind, dass wir zum christlichen Glauben stehen dürfen. Wie vielen ist das verwehrt.

Pfarrerin Christa Heyd lüftete in der Predigt das Geheimnis um den Fünfliber. Seit 1888 ist auf der Stirnseite Dominus Providebit eingeprägt. Dieser lateinische Spruch stammt aus der Bibel und bedeutet «Gott sorgt». So sorgt er auch in unserem Land heute und morgen im Materiellen wie im Geistigen. Mit diesem Bekenntnis zeigten die Väter der Schweiz, dass wir Gott mehr vertrauen sollen wie dem Geld. Wurden die Besucher schon bei der Ankunft im Freien von Alphornklängen begrüsst, wurde auch der Gottesdienst mit der Lobhorngruppe Fürstenland mit Beiträgen bereichert.

Auch das Jodelduett sang mit ihren Texten «Vertrauen» in die Herzen. Mit Begeisterung ertönte auch die Landeshymne und klang aus mit einem «1.August Jodel» angestimmt von Roman Duering. Unser tiefsinniges Thurgauerlied wurde von Herzen gesungen. Es ist im 19.Jahrhundert im alten Schulhaus Hosenruck entstanden. Es wäre wünschenswert, wenn die Fürbitten für Land und Kanton, die von namhaften Persönlichkeiten vorgetragen wurden, ganz allgemein, aber ganz besonders an den vielen 1. August-Reden zum Thema gemacht würden. Es wurde einem erst richtig bewusst, was Freiheit bedeutet, wenn für verfolgte Christen in den Kriegsgebieten grosszügig stille Gaben in die Körbchen gelegt wurden. Angesichts der Weltlage können wir nur beten: «Dein Reich komme…»


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