News aus dem Kanton St. Gallen

«Gottes Kraft fliesst durch mich durch»

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30.03.2023
Handauflegen hat eine jahrhundertealte Tradition. Klaus Eichin verfolgt dabei einen eigenen Ansatz, bei dem er die göttliche Kraft durch seine Hände fliessen lässt, um Menschen Linderung von Gebrechen und Krankheiten zu verschaffen.

Eigentlich ist es eine natürliche Reaktion: der Zahn schmerzt und man fasst sich an die Backe. Der Bauch rumort und man drückt mit der Hand darauf. Die eigenen Hände verschaffen für eine kurze Zeit Linderung und lenken vom Schmerz ab. Dass er diesen Effekt auch bei anderen Menschen auslösen konnte, entdeckte Klaus Eichin zum ersten Mal bei seinem eigenen Sohn. Dieser war an Pseudokrupp und Bronchial-Asthma erkrankt. Da die Schulmedizin nicht die gewünschte Verbesserung der Beschwerden lieferte, liess er sich zeigen, wie er seinem Sohn mittels Akupressur Linderung verschaffen konnte. Auch seine Frau klagte ab und an über Kopfschmerzen oder Bauchweh. Immer wenn Eichin dann helfend Hand anlegte, verschwanden die Beschwerden. Eichin begann sich mit dem Thema Handauflegen zu befassen und entwickelte einen eigenen Ansatz, ganz im Sinne alter christlicher Tradition. Seit 2003 praktiziert der gelernte Kaufmann das Handauflegen regelmässig in evangelischen Gemeinschaftsräumen oder bei sich zuhause in seiner «Praxis» im deutschen Lippersreute. Dabei konnte Eichin immer wieder erstaunliche Erfolge feiern.

«Ich bin nicht der Macher»
«Blinde konnten wieder sehen und Gelähmte wieder gehen.» Die Bibel berichtet von vielen Heilungen Jesu. Eichin ist es deshalb wichtig, zu betonen, dass es nicht seine Kraft ist, die zur Linderung führt, sondern die Kraft Gottes. «Ich bin nicht der Macher, Gottes Kraft fliesst nur durch mich hindurch», stellt Eichin klar. Heilen und Predigen sind für ihn deshalb auch die Kernbotschaften des Christentums. Dabei gehe es nicht nur immer darum, gesund zu werden. Heilung könne auch darin bestehen, die Krankheit anzunehmen und damit umzugehen. In der Sterbebegleitung konnte Eichin so oft miterleben, dass das Gebet und das Handauflegen zu einer Verbesserung der Lebensqualität führen. «Dabei geht es nicht darum, länger zu leben, sondern dass der kommende Weg leichter wird.» Menschen, denen er die Hand auflegt, müssten dabei nichts tun. Das zeigt sich besonders gut, wenn sein Gegenüber dem Handauflegen eher skeptisch eingestellt ist. «Die Liebe Gottes fliesst bedingungslos», ist Eichin überzeugt. Einen Besuch beim Arzt ersetzt das Handauflegen jedoch in keinem Falle, sagt Eichin ganz klar.

 

(Emil Keller)

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