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Leben & Glauben

Mit Kindern durch die Adventszeit

08.12.2017
Besonders Kinder lassen sich von der Adventszeit mit ihren Lichtern, Ritualen und Traditionen verzaubern. Wir haben zusammengetragen, was Kinderaugen im Advent zum Glänzen bringt.

Adventskalender

Der erste Weihnachtsbote im Advent ist der adventskalender, der den Kindern das Warten auf Weihnachten versüsst. Der Adventskalender gehört seit dem 19. Jahrhundert zum christlichen Brauchtum und stammt aus der Tradition der Lutherischen Kirche in Deutschland. Adventskalender können ohne grossen aufwand selber gestaltet werden. Man nehme zum Beispiel 24 Zündholzschachteln, umwickle sie mit Seidenpapier, bringe darauf die Daten an, fülle die Schachteln mit kleinen Geschenken und lege sie in einen grossen Glasbehälter.

Adventskranz

Der Adventskranz wurde 1839 vom Theologen Johann Hinrich Wichern in Norddeutschland eingeführt, der Strassenkindern die Zeit bis Weihnachten verkürzen wollte. Mit Kerzen, Zimtstangen, Orangen- und Apfelschalen, Tannenzweigen, einem Metallteller und Bast lässt sich ein wunderschöner Adventskranz basteln.

Geschichten

Eine schöne Art, Kinder auf Weihnachten einzustimmen, ist das Ge-schichtenerzählen. Die Schaffhauser Pfarrerin Beatrice Heieck-Vögelin erzählt seit zwanzig Jahren an ihrer Adventsfeier für Kinder die traditionelle Weihnachtsgeschichte. «Die Weihnachtsgeschichte verliert nie an Ge- halt», sagt sie. Doch die Geschichte sei heute nicht mehr selbstverständlich. In vielen Bilderbüchern kommen Maria und Josef und die Geburt Jesu nicht mehr vor. «Damit verlieren wir ein wichtiges Traditions- und Kulturgut», sagt die Pfarrerin. «Es ist an uns, die christliche Tradition weiter zu pflegen.» Und die Geschichte vom Jesuskind in der Krippe fasziniere die Kleinen nach wie vor.

Weihnachtskrippe

Auch das Basteln von Krippenfiguren bringt Kindern die Weihnachtsgeschichte nahe. als Begründer der Weihnachtskrippe gilt Franz von Assisi, der im Jahr 1223 anstelle einer Predigt das Weihnachtsgeschehen mit lebendigen Tieren und Menschen nachstellte. Die ersten Krippenfiguren tauchten im 16. Jahrhundert auf. Es gibt traditionelle und moderne Krippen in vielen verschiedenen Materialien und ausführungen zum Selberbasteln.

Kerzenziehen

Ziehen Sie mit ihren Kindern Kerzen. Viele Kirchgemeinden und Weihnachtsmärkte bieten Kerzenziehen an, doch Sie können die Kerzen auch in der eigenen Küche ziehen. aber Vorsicht, den Docht nicht zu lange in den Wachs halten, sonst schmilzt die Kerze ab!

Guetzli backen

Gritibänz, Mailänderli, Brunsli, Zimtsterne. Rituelles Backen zu Festzeiten gab es bereits in vorchristlichen Zeiten. Der Ursprung des heutigen Weihnachtsgebäcks liegt in den mittelalterlichen Klöstern.

Die meisten Kinder lieben das Backen im Advent: Guetzli ausstechen, Teig naschen und voller Stolz das Resultat aus dem Ofen holen, gehört in jede Adventszeit. Und zum Schluss natürlich: Die Teigschüssel ausschlecken.

Weihnachtsbaum

Zu guter Letzt darf der Weihnachtsbaum natürlich nicht fehlen. Die Tradition des Christbaums ist etwas mehr als 500 Jahre alt, den Brauch, die düstere Winterzeit mit einem Lichterbaum zu erhellen, gab es schon viel früher. Christbaumschmuck lässt sich sogar aus Knüllpapier basteln – für kleine Kinderhände.

Adriana Schneider

 

Bilderbücher für Kinder


«Der kleine Bär und der Weihnachtsstern» von antonie Schneider, G&G Verlagsgesellschaft
«St. Nikolaus kommt» von Konrad richter. Nord- Süd Verlag, ab 3 Jahren
«Brunis Weihnacht» von Jean Little. Sauerländer Düsseldorfverlag

 

 


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