Logo
Gesellschaft

«Die Neugier gegenüber Menschen ist meine Triebfeder»

02.02.2018
Franzisca Matos-Jenny hilft als helppoint-Leiterin Jugendlichen bei persönlichen Problemen, Schwierigkeiten in der Schule oder in finanziellen Fragen. Sie ist eine aufmerksame, diskrete Gesprächspartnerin.

«Stress in der Lehre? Dicke Luft zu Hause? Mühe beim Lernen?», steht auf dem Flyer, welcher das Projekt der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Glarus vorstellt. Finanzielle Trägerschaften sind die beiden Landeskirchen sowie die Glarner Gemeinnützige und der Kanton Glarus. Die kostenlose Beratung von helppoint können alle Lernenden der Kaufmännischen Berufsfachschule Glarus (KBS), der Gewerblich-Industriellen Berufsfachschule Glarus (GIB) und des Bildungszentrums Gesundheit & Soziales Kanton Glarus (BZGS) in Anspruch nehmen.

Das Arbeitspensum der weitgereisten Familienfrau Franzisca Matos umfasst 15 Prozent. Sie ist erfahren in der Arbeit im Migrationsbereich und sehr interessiert an den Menschen und ihren Problemen. «Die Neugier gegenüber Menschen ist meine Triebfeder.» Kann sie miterleben, wie sich im Verlauf eines Gesprächs der Gesichtsausdruck des Gegenübers entspannt und löst, ist das für sie wie ein Geschenk. Sie ist fasziniert von ihrer Arbeit und sieht die mannigfaltigsten Probleme. «Manchmal hilft nur schon, dass jemand aufmerksam zuhört und nicht wertet», hat Franzisca Matos die Erfahrung gemacht.

Unterliegt der Schweigepflicht

«Immer, wenn es brennt,  werde ich gerufen», so Matos. Die Lehrkraft sei dann zu stark involviert; sie selber habe Abstand, sie sei auch nicht im Lehrerteam und unterliege der Schweigepflicht. Entweder bucht sie über den Mittag oder am Abend ein Klassenzimmer im Zaunschulhaus oder sie geht je nach Situation in ein Café. Es sei auch schon vorgekommen, dass sie mit dem Rat Suchenden einen Spaziergang unternommen habe. Sie hat ein Gespür dafür entwickelt, was weiterhilft. Eine Begegnung in einem anderen als dem gewohnten Umfeld könne sehr hilfreich sein.

Wenn die helppoint-Leiterin merkt, dass sie alleine nicht weiterkommt, wendet sie sich an Fachpersonen. Das kann die Schuldenberatungsstelle sein, das Migrationsamt, kurz sämtliche Institutionen oder auch eine Stiftung, «aber immer nur, wenn der Lernende das wünscht».

www.helppoint-gl.ch

Irène Hunold Straub

 


Error loading Partial View script (file: ~/App_Plugins/MultiMostRead/Views/MacroPartials/IncrementView.cshtml)
KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Und was meinen Sie?  | Artikel

Die Kirchgemeinden haben zu kämpfen: mit Mitgliederschwund, mit Pfarrermangel, mit überlastetem Milizsystem. Was also tun?  Diskutieren Sie mit!


Wiege der Toggenburger Streichmusik  | Artikel

Die Folge 31 von Zauberklang der Dinge erzählt von der Geburt der Toggenburger Streichmusik. Nachdem iim Tal während 30 Jahren niemand mehr Hackbrett gespielt hatte, begann Peter Roth im Schulhaus Bühl 1966 mit Köbi Knaus (Violine) und Hansruedi Ammann (Handorgel) mit den ersten Proben zu Dritt. Nachdem die Musiker dann im Herbst an der Viehschau in Krinau zum ersten Mal öffentlich zum Tanz aufspielten, wechselten sie mit den Proben ins Brandholz bei Ebnat Kappel. So wurde die gastliche Stube von Willi und Friedel Ammann zur Wiege der Toggenburger Streichmusik!