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Kirche

320000 Franken für Jugendprojekte

25.05.2021
Frühjahrssynode in Pratteln: Die Corona-Pandemie hat die Kirche letztes Jahr stark gefordert. Dies geht aus dem Jahresbericht hervor. Zudem möchte die Kirche die Bindung zu ihren jungen Mitgliedern stärken.

Bevor die Synodalen der Reformierten Kirche Baselland an ihrer Sitzung vom 16. Juni in Pratteln mit der ersten Lesung der Kirchenordnung weiterfahren, beschäftigen sie sich mit dem Jahresbericht und der Rechnung 2020 sowie einem Projektkredit für die Fachstelle Jugendarbeit (FaJu).

Im Zeichen der Pandemie
Die drei Rechnungen der Reformierten Kirche weisen insgesamt einen Überschuss von 837441 Franken aus. Zu diesem guten Ergebnis tragen die Einnahmen aus den Kirchensteuern der juristischen Personen und die Quellensteuern bei, die deutlich über den Erwartungen liegen, wie der Kirchenrat schreibt.

Die Rechnung 1 (Verwaltungsrechnung) schliesst mit einem Überschuss von 371 520 Franken ab und trägt das Defizit der Rechnung 2 (Kantonsbeitrag), das 39 365 Franken beträgt. Trotz des tieferen Kantonsbeitrags sei das Defizit deutlich geringer als erwartet ausgefallen, so der Kirchenrat. Die Rechnung 3 (Kirchensteuern der juristischen Personen) schliesst mit einem Überschuss von 465 920 Franken ab.

Der Jahresbericht 2020 steht unter dem Thema «Da sein – Dasein» und ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. «Das Dasein rückte in all seinen Formen in den Mittelpunkt der kirchlichen Arbeit: Trotz Abstand Kontakt halten, der sozialen Isolation und Vereinsamung entgegentreten und akute Not lindern, die Menschen durch die Pandemie begleiten», schreibt Kirchenratspräsident Christoph Herrmann. Auf die Pandemie geht auch Regierungsrat Thomas Weber in seinem Vorwort ein. «Das Coronavirus hat vieles relativiert. Wir sollten auch nie aufhören, dankbar dafür zu sein, wie privilegiert wir hier in der Schweiz doch sind», schreibt der Vorsteher der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion unter anderem.

Aus dem Jahresbericht geht hervor, wie die Kirche und ihre Institutionen nach dem ersten Lockdown auf die Herausforderungen der Corona-Krise reagierten und auch im Jahr 2020 zur Unterstützung der Bevölkerung viel Arbeit leisteten und zahlreiche Projekte umsetzten.

Wiederum ist die Zahl der Kirchenaustritte mit 1264 im Vergleich zum Vorjahr (1007) gestiegen. 83 Personen sind im Jahr 2020 wieder oder neu in die Kirche eingetreten. Und während die Zahl der Bestattungen zunahm (2019: 976, 2020: 994), sind die Zahlen von Taufen (2019: 479, 2020: 270), Konfirmationen (2019: 632, 2020: 616) und Trauungen (2019: 100, 2020: 64) gesunken. Inwieweit dies auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist, lässt sich nicht feststellen.

Impuls für die Jugendarbeit
Der Kirchenrat beantragt der Synode einen Projektkredit für die FaJu von insgesamt 320000 Franken für die Jahre 2021 bis 2025. Damit möchte die Kirche die Bindung zu den jugendlichen Mitgliedern stärken und dem Phänomen entgegenwirken, dass viele Junge der Kirche nach der Konfirmation den Rücken kehren. Als Beispiele für mögliche Projekte nennt der Kirchenrat die Initiierung von Think- Tanks, ein Bibelmobil, das die Kirchgemeinden bestellen können, Gottes -dienstreisen, bei denen Konfirmandinnen und Konfirmanden verschiedene Gottesdienstformen kennen lernen, sowie die Umsetzung von Medienprojekten, etwa in Verbindung mit dem bereits existierenden Internetportal #mittendrin.life.

Karin Müller

Informationen zur Synode


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