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Leben & Glauben

Wie sich kirchlich Mitarbeitende auf die Kampagne während der Passionszeit vorbereiten

Den Blick weiten

25.02.2017
Viele der Toggenburger Katechetinnen und Katecheten, auch Pfarrerinnen und Diakone kommen frühzeitig zur Impulstagung in die katholischen Kirche Wattwil – der Anlass wird auch genutzt, um Kontakte aufzufrischen und sich fachlich auszutauschen.

Pascal Bazzell, der neue Leiter der kantonalkirchlichen Arbeitsstelle «Weltweite Kirche», eröffnet das Treffen. Was Landraub – das Thema der Kampagne – für die Betroffenen bedeutet, erklärt er mit persönlichen Berichten, Erfahrungen und Erkenntnissen aus seinem langjährigen Aufenthalt auf den Philippinen.

Dann trennen sich die Teilnehmenden. Die einen besuchen den Workshop zur Unter- und Mittelstufe mit Maria Bienentrau, die andern jenen zur Oberstufe mit Pfarrer Jens Meier. 

Da werden Lektionseinheiten für die entsprechenden Altersstufen vorgestellt, diskutiert und teils auch gleich ausprobiert. Die Kinder sollen erlebnisorientiert den Boden als Lebensgrundlage kennen und schätzen lernen, dies auch anhand einer Schöpfungsgeschichte der Maya aus Guatemala. In der Oberstufe kann das Thema der Kampagne mit mehr Information verbunden werden, stets aber auch erlebnishaft, mit Experimenten und Gesprächen.

 

Stimmen dazu: 

Warum ich die regionale Impulsveranstaltung zur Kampagne von Brot für alle und Fastenopfer besuche:

Regula Stieger-Thalmann, Brunnadern: Ich habe mich vor 12 Jahren am Religionspädagogische Institut (RPI) zur Fachlehrperson Religion ausbilden lassen. Solange meine Kinder die Primarschule besucht haben, unterrichtete ich auswärts. Als sie in der Oberstufe waren, konnte ich in Brunnadern Klassen in der Unter- und Mittelstufe übernehmen. Das Timing passte wunderbar! An der Impulstagung hole ich Ideen für den Gottesdienst am Suppentag, wo ich mit den Kindern einen Beitrag vorbereite –in diesem Jahr wohl etwas zum Hungertuch.

Ernst Wälle, Ebnat-Kappel: Ich arbeite zu 90 Prozent als Mesmer und erteile seit 26 Jahren auch Religionsunterricht auf der Mittelstufe. Ich mag dieses Alter zwischen Kindheit und Jugend. Als Mesmer kenne ich die Kinder oft von der Taufe bis zur Konfirmation, und sie kennen mich als jener, der auch das WC putzt oder Schnee schaufelt. Ich schätze die ökumenische Tagung in Wattwil, bei der ich den Kontakt zu Unterrichtenden pflege und viele Anregungen mitnehme, auch für unser Programm am Suppentag.

Ottmar Hetzel, Wattwil: Seit 10 Jahren arbeite ich als Pastoralassistent für die Seelsorgeeinheit Neutoggenburg. Zu meiner Arbeit gehört auch Religionsunterricht, den wir in Wattwil noch konfessionell erteilen. Das wird sich aber mit dem neuen Lehrplan ändern. Die Tagung in Wattwil hilft mir jeweils, mich in das Thema der Fastenopferkampagne einzustimmen und die ökumenischen Gottesdienste während der Fastenzeit in den sieben verschiedenen Kirchen der Region von langer Hand vorzubereiten. 

Text und Fotos: Andreas Schwendener – Kirchenbote SG, März 2017

 

Die Entwicklungspolitischen Themen der Kampagne herunterbrechen

Seit 1969 führen die reformierte Entwicklungsorganisation «Brot für alle» und das katholischen Fastenopfer während der Passionszeit eine ökumenische Kampagne zu entwicklungspolitischen Themen durch. 

Gemeinsam bemühen sich die Werke, durch entsprechende Materialien und Impuls­tagungen die Menschen für Gerechtigkeit und Solidarität zu sensibilisieren. 

Den Kirchgemeinden stellen die Hilfswerke Hefte mit vertiefenden Informationen und  mit Anregungen für den Religionsunterricht und für Gottesdienste zur Verfügung. Zur Kampagne gehören jeweils auch das sog.
Hungertuch, Rosen- und Brotverkauf wie auch die Agenda mit besinnlichen Texten, welche oft an alle Haushalte verschickt wird. An einer zentralen und drei regionalen ökumenischen Impulstagungen holen sich kirchlich Mitarbeitende Anregungen, wie die komplexen entwicklungspolitischen Themen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen behandelt werden können. 


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