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Leben & Glauben

Was steckt hinter den Geschenken?

21.12.2020
Nach dem Matthäus-Evangelium brachten die drei Weisen aus dem Morgenland dem neugeborenen Jesus drei geheimnisvolle Geschenke. Der Kirchenbote beleuchtet im dritten Teil der Symbole-Serie, was es mit diesen auf sich hat.

Gold
Gold ist ein Edelmetall, das heisst, es rostet nicht wie andere Metalle. Sein warmer Glanz hört nicht auf; er überstrahlt alles. Gold symbolisiert das Ewige, himmlische Herrlichkeit. Feuer kann Gold nichts anhaben; es schmilzt und kommt dadurch zu höchster Reinheit. Ein Zeichen dafür, dass das Göttliche trotz aller Verdunklung durch den Menschen bleibt. Gold ist daher auch ein Sinnbild für Tugend, die sich in der Prüfung bewährt. Gold war schon damals sehr wertvoll. Das kostbarste Metall, was Königen zustand, wurde Jesus geschenkt. Die drei Weisen brachten es dem neugeborenen König; dies in Anlehnung an die apokalyptische Vorstellung von Jesus als Messias. Das Geschenk verweist auf den königlichen Jesus.

Weihrauch
Weihrauch ist ein kostbares weisses Baumharz. Nach dem Alten Testament wird es als wertvolle Opfergabe im jüdischen Tempel verwendet. Reinigende und Unheil abwendende Kraft wird dem Rauch nachgesagt. Psalm 141 verweist auf die Beziehung von Gebet und Weihrauch: «Nimm mein Gebet als Weihrauch an.» Ebenso stellt Johannes in der Offenbarung einen Bezug zwischen Gebet und Weihrauch her. Der Rauch steigt nach oben wie das Gebet zu Gott. Weihrauch wird dem wahren Herrn Jesus Christus dargebracht. Das Geschenk betont daher die Göttlichkeit des Jesuskindes. Im katholischen Ritus gilt Weihrauch als Gottesduft, welcher im Aufsteigen dem Menschen sinnlich erfahrbar wird.

Myrrhe
Myrrhe ist ein wohlriechendes und bitter schmeckendes Harz, welches aus dem Myrrhenstrauch gewonnen wird. Es wird unter anderem als Betäubungsmittel verwendet. Vor der Kreuzigung wird Jesus ein Myrrhe-Wein zur Schmerzstillung angeboten, welchen er ablehnt. Zugleich ist Myrrhe Bestandteil eines heiligen Salb- öls, welches zur Einbalsamierung bei der Leichenkonservierung verwendet wurde (Ex 30,22-33). Das dritte Geschenk der Weisen aus dem Morgenland weist also zeichenhaft auf das Leiden und den Kreuzestod Jesu hin. Myrrhe deutet auf den menschlichen Jesus, der nach der Kreuzigung mit Myrrhe einbalsamiert und begraben werden soll.

 

(Rosemarie Hoffmann)


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fadegrad – unverblümt und direkt  | Artikel

«fadegrad» heisst der neue Podcast der kath.und evang.-ref. Kirchen der Kantone St.Gallen und beider Appenzell. Er löst das bisherige Radio-/Podcast-Projekt «Gott und d’Welt» ab. Der Religionspädagogin und Journalistin Ines Schaberger obliegt die Leitung des Podcasts. Unterstützt wird sie von der Rheinthalerin Samantha de Keijzer, Praktikantin bei der evang.-ref. Kirche des Kantons St.Gallen sowie der Toggenburger Journalistin Lara Abderhalden.

«Wir fragen Menschen, warum sie tun, was sie tun und wie sie geworden sind, wer sie sind – und das ‚fadegrad’, direkt und unverblümt», erklärt Ines Schaberger das Konzept des Podcasts. Eine «fadegrad»-Folge dauert rund dreissig Minuten. „Das ist einer der grossen Vorteile von Podcasts. Ich kann mit den Gästen ein Thema vertieft besprechen».

Zusätzliche Hintergrundinfos und kurze Videos zu den Folgen gibt es auf Instagram


Vom Zauberklang der Dinge  | Artikel

Vom Zauberklang der Dinge ist zugleich ein Dokumentarfilm und eine Webserie über den Schweizer Komponisten und Chorleiter Peter Roth, sein Werk, sowie die Chöre, Singenden und Musizierenden, die sein Schaffen begleiten. Die universale Bedeutung von Klang und Resonanz als Vermittlung zwischen Menschen und Kulturen, zwischen Innenleben und Außenwelt, spielt eine zentrale Rolle in seinem Wirken.


Ohne Worte   | Artikel