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Leben & Glauben

Fundamente oder was ich glaube

Zum Übergang im Kirchenratspräsidium von Dölf Weder zu Martin Schmidt im Februar 2014 organisierte der Gossauer Pfarrer Rudy Van Kerckhove ein Buch mit Bekenntnissen aus der St.Galler Kantonalkirche. Darin finden sich auch gegen 70 Zeugnisse von Synodalen aus den Gemeinden. Hier eine Auswahl.

«Der christliche Glaube ist ein Vogel, der singt, wenn die Nacht noch dunkel ist.» (Herkunft unbekannt).
Hanspeter Aschmann, Rapperswil

 

Für mich ist Glaube mein ruhiger Ankerplatz, wo ich Freude und Dankbarkeit, aber auch meine Nöte hintragen kann, meine Kraftquelle. Mein Konfirmationsspruch, Matth. 28, 20: Christus spricht: «... und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.»           Ingrid Senn-Zaugg, Sevelen


Jesus kommt wieder.
Anton Spycher, Wil


«Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan.» «Gott ist die Liebe.» Draussen in der Natur begegne ich Gottes Schöpfung und erlebe mich als einen Teil von ihr.                         
Peter Hürlimann, Goldach


Ich glaube, dass mir Jesus jeden Tag neues Leben schenkt. Kein «Pfläschterli auf alte Wunden», keinen neuen Wein in alte Schläuche (Matth. 9, 17), sondern neues Leben. Vergangenes kann nicht ungeschehen werden, Erfahrungen prägen, es gibt kein Zurück, aber die tägliche Auferstehungshoffnung. Jesus sagt zu mir: «Stehe auf, Du wirst neu!»
Miriam Schütt Mao, St.Gallen


Um meinen Glauben an Gott zu erklären, brauche ich das Sinnbild des Baumes. Wie die Wurzeln für den Baum ist mein Glaube für mich ein fester Halt im Leben. Winde und leichte Stürme werfen mich nicht so schnell um. Mein Glaube wächst, wie ein Baum, immer weiter. Es gibt warme Jahreszeiten mit mehr Wachstum und kältere Jahreszeiten, die eher Ruhepausen sind. Dank meinem Glauben habe ich starke Äste, die anderen Hilfe und Unterstützung bieten. So wie Bäume Sonne und Wasser brauchen, geben mir die Verheissungen Gottes Kraft. Ich lebe in der Gewissheit, dass ich von Gott geliebt und angenommen bin. Nur so kann auch ich Liebe weitergeben.
Rita Dätwyler, St.Gallen-Straubenzell


Ich glaube an die Quelle einer fliessenden Kraft, aus der wir jeden Tag schöpfen können. An eine erneuerbare Energie für alles, was wir tun und was entsteht. Ich glaube an den Geist, dass alles, alles einen Sinn hat. Auch das Unglaubliche und Unsinnige. Ich glaube an das Unsichtbare, fein Abgestimmte, das gefühlsmässig Wahrnehmbare. Ich glaube an die wahrnehmbare Verbindung zu nahestehenden Menschen, ob sie nun leben oder verstorben sind. Ich glaube, dass da etwas ist, der Geist oder eine Kraft, die alles verbindet und zusammenhält. … Wenn sie nachlässt, wie Stromausfall, bete ich.
Käthi Witschi, Diepoldsau


Seit meiner Kindheit trage ich ein Urvertrauen in mir, das durch die Geschichten im Neuen Testament geprägt wurde. Ich versuche im Umgang mit Mitmenschen, mit Tier und Natur im Einklang zu stehen und so zu handeln, wie es uns Jesus Christus gelehrt hat.
Therese Schüpbach, Berneck


Mein Glaube ist mein Fundament. Ich glaube an einen Gott der Gnade, der Menschlichkeit. Mein Glaube hilft mir, stärkt mich in meinem Tun, gibt mir «Leitplanken», verbindet uns Menschen. 
Trudi Ammann, Unteres Neckertal


Was ich glaube, sage ich mit dem apostolischen Glaubensbekenntnis: «Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige, allgemeine, christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.»
Der Text stammt aus der altkirchlichen Taufliturgie, RG 263 / KG 31.3. Da steht, an was die Christenheit glaubt oder glauben soll. Nur die Evangelischen Kirchen der Schweiz sind der Meinung, dass man nicht so viel Bekenntnis verlangen kann. Eine Kirche ohne Bekenntnis ist wie ein Staat ohne Verfassung.
Fabian Thürlimann, Wil

 

Kirchenbote SG, Mai 2015


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