News aus dem Kanton St. Gallen

Dein Talent ist eine Gabe von Gott

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25.01.2022
Welche Talente habe ich und wie kann ich sie sinnvoll einsetzen? Joël Bischofberger denkt darüber nach und findet manche Antwort in der Bibel.

An diesem Sonntag verfolgte ich vor dem Fernseher das Skirennen in Adelboden. Die ganze Familie inklusive Grossmutter war anwesend. Wir dr├╝ckten nat├╝rlich den Schweizern die Daumen und hofften auf einen zweiten Sieg an diesem Wochenende. Ich bewunderte die Sportler und ihre grossartigen Leistungen sehr.

Damit die Athleten ihre Top-Leistungen erbringen k├Ânnen, brauchen sie Talent, Durchhaltewillen, mentale St├Ąrke und vieles mehr. In diesem Bericht mache ich mir Gedanken ├╝ber die Talente oder Gaben, die wir zu Beginn unseres Lebens von Gott geschenkt bekommen haben.

Jeder von uns hat von Gott besondere Gaben, Talente und F├Ąhigkeiten erhalten. Der Prophet Mose war ein grosser F├╝hrer. Er brauchte aber seinen Bruder Aaron als Sprecher (Mose 4 14-16.). Was gibt es f├╝r Talente? Einige k├Ânnen gut singen, ein Instrument spielen, handwerklich begabt sein, haben viel Geduld und Verst├Ąndnis f├╝r andere. Die anderen sind gute Sprecher oder haben die F├Ąhigkeit, fr├Âhlich zu sein.

Als 6-j├Ąhriger Junge glaubte ich fest daran, dass ich von Gott die Gabe und das Talent f├╝r eine Fussballkarriere erhalten habe. Daraus wurde leider nichts, da mir Gott andere F├Ąhigkeiten schenkte. Die Freude an der Bewegung und der Natur ist eine davon.

Zuerst m├╝ssen wir unsere Talente entdecken oder von lieben Mitmenschen darauf aufmerksam gemacht werden. Danach d├╝rfen wir an uns arbeiten, damit sich unser Talent in vollen Z├╝gen entfalten kann. Unsere Aufgabe ist es nun, unsere Talente zu brauchen und nicht zu verstecken (Matth├Ąus, 25 14-30). In diesem Gleichnis vertraut ein Mann, der verreist, sein Verm├Âgen seinen drei Knechten an. Er verteilt es unter ihnen mit dem Auftrag, auf sein Verm├Âgen aufzupassen und mit ihm zu arbeiten. Als er zur├╝ck kam, schaute er sich das Resultat an. Zwei Knechte haben sein Verm├Âgen verdoppelt. Er freute sich sehr dar├╝ber. Als Belohnung durften sie das Verm├Âgen behalten. Der Dritte hat das Geld vergraben und gab es seinem Chef zur├╝ck. Der Mann war sehr entt├Ąuscht dar├╝ber und gab dem Knecht deshalb keine Belohnung. Das Verm├Âgen steht f├╝r die Talente und Gaben.

Leider reichte es am Sonntag keinem Schweizer auf das Podest. Es war aber trotzdem ein spannendes Rennen und jeder Sportler darf stolz auf seine erbrachte Leistung sein.

Nun w├╝nsche ich f├╝r mich und meine Mitmenschen, dass wir unsere Talente entdecken und auch den Mut haben, sie zu nutzen.