News aus dem Kanton St. Gallen

Die Kirche muss sozialer sein

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22.03.2017

┬źDas Evangelium sozialer? Es ist schon sozial, wie das nebenstehende Zitat zeigt. Wie steht es aber bei der Kirche und ihren Gliedern? Hier sind neben Gleichg├╝ltigkeit und Selbstbezogenheit auch viele Leuchtt├╝rme auszumachen. Ich denke an Leute wie Franz von Assisi oder den Fl├╝chtlingspfarrer Paul Vogt und auch daran, wie viele soziale Institutionen von den Kirchen ÔÇô h├Ąufig kirchlichen Randgruppen ÔÇô gegr├╝ndet und sp├Ąter vom Staat ├╝bernommen wurden. Auch Agathu, die Arbeitsgruppe f├╝r Asylsuchende im Thurgau, ist auf kirchliche Initiative hin entstanden. Es war der Schweizerische Evangelische Kirchenbund, der dazu einlud, im Umfeld des Empfangs- und Verfahrenszentrums Kreuzlingen t├Ątig zu werden, und es war Pfarrer Paul Rutishauser, der den Ball zusammen mit Vroni Zimmermann aufgenommen hat. Die heutigen ├╝ber 160 Freiwilligen engagieren sich aber aus ganz verschiedenen Motivationen, stehen teils der Kirche fern. F├╝r Einzelpersonen mag es schwierig sein, Gefl├╝chtete zu unterst├╝tzen. Darum haben wir eine Liste von Helferkreisen im Kanton erstellt, die auf unserer Webseite www.agathu.ch einsehbar ist. In der Entwicklungszusammenarbeit ist es wichtig, dass neben der Hilfe von Mensch zu Mensch auch die strukturellen Fragen angegangen werden. Hat die Unterentwicklung auch etwas mit unserer Art zu leben und zu wirtschaften zu tun? Ich bin froh, dass Organisationen wie ┬źBrot f├╝r alle┬╗ solche Fragen aufgreifen, kompetent analysieren und sich nicht scheuen, auch unbequeme Erkenntnisse ├Âffentlich zu machen. Das Evangelium ist sozial. Die Kirche muss sozialer werden.┬╗

 

Karl Kohli, Kreuzlingen

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