News aus dem Kanton St. Gallen

Kein staatliches Feigenblatt

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22.08.2018
Was meint Markus Hausamann zu den beiden Volksinitiativen für fairer produzierte Lebensmittel und die Stärkung einer vielfältigen kleinbäuerlichen Schweizer Landwirtschaft?

¬ęEinheimische Lebensmittel erf√ľllen bereits h√∂chste Anspr√ľche an den Tier- und Umweltschutz sowie ans Arbeitsrecht. Daf√ľr sorgen gut ausgebildete B√§uerinnen und Bauern, eine strenge Gesetzgebung und aufw√§ndige Kontrollen. Diese Qualit√§tsstrategie erm√∂glicht uns, uns am Markt von der ausl√§ndischen Produktion abzuheben. Die gleiche Qualit√§t auch vom Ausland einzufordern funktioniert nicht. Selbst wenn unsere Bestimmungen in den Herkunftsl√§ndern eingehalten w√ľrden, k√§men die Importprodukte zu tieferen Preisen an die Grenze, weil dort das Lohnniveau, die Bodenpreise und die Preise f√ľr Hilfsstoffe bedeutend billiger sind als hierzulande. Sie w√ľrden dann als ¬ęgleichwertige ¬Ľ G√ľter am Markt unsere einheimischen Produkte verdr√§ngen. Es ist aber f√ľr den Bund schlicht unm√∂glich, unsere Arbeits-, Anbau- und Tierhaltungsrichtlinien auf fremdem Territorium in der gleichen G√ľte zu kontrollieren und durchzusetzen. Entsprechende Einfuhrbewilligungen k√§men somit einem staatlichen Feigenblatt gleich und die Konsumenten w√ľrden get√§uscht. Zudem ist die √ľbrige Schweizer Wirtschaft zur Sicherung unserer Arbeitspl√§tze auf Exporte angewiesen. Es ist im heutigen Zeitalter der bilateralen Handelsabkommen undenkbar, f√ľr Lebensmittel geringerer Standards einfach die Grenze dicht zu machen. Letztlich w√ľrde die Annahme der beiden Initiativen genau das Gegenteil bewirken, von dem was sie beabsichtigen; eine weitere Verlagerung der Nahrungsmittelproduktion ins Ausland und l√§ngere un√∂kologische Transportwege.¬Ľ

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