News aus dem Kanton St. Gallen

«Texte bleiben länger in Erinnerung»

min
17.09.2019
Offenheit und Interesse gegenüber der populären Musik wecken: Das ist eines der Ziele von Tabea Oeggerli. Über die Musik lasse sich so manches besser verstehen, betont sie.

Tabea Oeggerli


Alter:
 34
Wohnort:¬†Wila (aus M√ľllheim)
Beruf: Pflegefachfrau
Kirchliches Engagement: Musikerin (Pianistin und Sängerin)
Mitgliedschaften:¬†Musikteam Kirche M√ľllheim
Hobbys:¬†Musik solistisch, S√§ngerin in der Band ¬ęNeighbours¬Ľ, Zeit mit meiner Familie, basteln, n√§hen, Handlettering¬†und in der Natur sein

Was gefällt Ihnen am Teamleben besonders?
Ich geniesse das gemeinsame Singen und zusammen mit den Gottesdienstbesuchern das Einstudieren neuer St√ľcke. Dies hat jederzeit Platz im Gottesdienst. Meines Erachtens kann man √ľber die Musik oft so manches besser verstehen oder die Texte bleiben l√§nger und eindringlicher in Erinnerung. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Musikerinnen und Musikern bereitet mir besonders grosse Freude. Wir k√∂nnen uns austauschen und erg√§nzen. Seit einigen Jahren darf ich mit Freiwilligen aus der Kirchgemeinde als Ad- Hoc-Ch√∂rli (zirka 20 Personen) die musikalische Umrahmung des Heiligabend-Gottesdienstes gestalten. Dies ist mein pers√∂nliches Jahreshighlight in meinem Amt.

Welchen Beitrag kann Ihr Team f√ľr die Gesellschaft leisten?
Offenheit und Interesse gegen√ľber der popul√§ren Musik wecken und ihr eine Chance geben, ein fester Bestandteil des Glaubens zu werden und damit irgendwann vielleicht auch eine Tradition zu sein.

Welche Rolle spielt der Glaube in¬†Ihrem Leben? K√∂nnen Sie daf√ľr ein¬†konkretes Beispiel nennen?
Wenn ich einen Bibelvers lese oder den Bibelvers f√ľr die Predigt erhalte, kommt mir so oft ein Lied in den Sinn. Ohne die Musik w√ľrden mir die Bibeltexte nicht so gut in Erinnerung bleiben. Die Kirche und der Gottesdienst sind f√ľr mich ein Ort, um zur Ruhe zu kommen, Kraft zu tanken und Freude zu erleben, gerade durch die Musik.

Gibt es etwas, was die Kirche von Ihrem Team lernen könnte?
Lernen, denke ich, ist das falsche Wort. Vielleicht sich wieder etwas sensibilisieren generell f√ľr Liedtexte und ihre Botschaften, denn so oft sind ganz gute und zum Nachdenken anregende Botschaften versteckt.

 

(17. September 2019, Interview: Pascal Häderli)

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