Logo
Spiritualität

Hier trifft sich die Jugend

Sie freut sich nicht nur auf die «Nacht der Lichter», sondern sie hilft tatkräftig mit: Die 23-jährige Rafaela Piljic redet über ihre Eindrücke als Helferin.

Was war deine Aufgabe letztes Jahr? 
Ich durfte am Infostand am Weihnachtsmarkt mithelfen und Passanten auf den Anlass aufmerksam machen. Wir bedienten das Glücksrad, verschenkten Preise und verteilten Flyer. Und am Schluss half ich aufräumen. 

Was war spannend an deiner Tätigkeit? 
Es ist spannend, mit den Passanten ins Gespräch zu kommen und ihnen die Bedeutung der Nacht der Lichter näherzubringen. Viele wissen nicht, was Taizé ist,was es mit dem Anlass auf sich hat. 

Was ist dein persönlicher Anreiz, genau an diesem Anlass als Helferin mitzuwirken?  
Es liegt mir am Herzen, dass Menschen die Nacht der Lichter kennenlernen. Ich finde es schön, dass die Kirche dieses Gebet ökumenisch durchführt und einen Begegnungsanlass für junge Leute anbietet. 

«Nach dem Anlass hatte ich ein gutes Gefühl, etwas beigetragen zu haben.»

Inwiefern ist dein Einsatz an der Nacht der Lichter auch ein Gewinn für dich selber? 
Nach dem Anlass hatte ich ein gutes Gefühl, etwas zum Ganzen beigetragen zu haben. Ganz nach dem Prinzip: nicht nur immer nehmen, sondern sich selber auch einbringen. 

Woran liegt es, dass so viele junge Menschen zusammenkommen, um sich für diesen Anlass in der Kirche zu treffen?  
Durch den Konfirmanden- und Firmunterricht werden Jugendliche animiert, am Anlass als Gruppe teilzunehmen. Einerseits finde ich es schön, dass so auch Jugendliche, die dies nicht kennen, die Möglichkeit haben, hineinzusehen und diesen Abend mitzuerleben. Anderseits denke ich, dass es schwierig ist, die Idee der Nacht der Lichter zu verstehen, ohne Taizé zu kennen. Ihr Kern ist es, dass Christinnen und Christen untereinander eine Gemeinschaft sind, egal, ob du katholisch oder reformiert bist. Darum begeistert es mich, die Nacht der Lichter als ökumenische Gemeinschaft zu organisieren und dieses Gebet miteinander zu feiern. Dieser Anlass bringt unterschiedliche Leute zusammen und Kontakte werden geknüpft.

Wie machst du die Nacht der Lichter einer Person schmackhaft, die den Anlass nicht kennt?  
Es ist eine gute Gelegenheit, aus dem Alltagstrott herauszukommen. Die Kerzenlichter und Gesänge laden ein, besinnlich zu werden. Egal, ob man in den Gesang einstimmt und mitbetet oder einfach still wird und in sich geht. Die Nacht der Lichter ist für alle, die gerne einen Abend in Gemeinschaft verbringen und unbeschwert die Stille und die Lichter auf sich wirken lassen möchten. 

Worauf freust du dich am meisten? 
Ich freue mich am meisten auf den Moment der Stille. Das ist meine Zeit, die ich gestalten kann mit meinen persönlichen Worten des Gebets und Gedanken. Dieser Teil gehört mir. Der andere Teil ist das gemeinsame Singen, das ist auch wunderschön. Besonders gefällt mir der Moment nach dem öffentlichen Schluss, weil dann alle zurückbleiben, die gerne noch den Abend mit ein paar Liedern ausklingen lassen oder einfach nochmals einen Moment der Stille geniessen möchten.

 

Interview : Salomé Bordon, Praktikantin Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen | Foto: zvg  – Kirchenbote SG, Dezember 2018

 

Taizé in St. Gallen

Nicht eine Philosophie, eine Lebenshaltung verbindet die 1940 durch Roger Schütz entstandene Gemeinschaft von Taizé, die zuerst evangelisch war und heute ökumenisch ist. «Sei unter den Menschen ein Zeichen der Liebe und Freude», so eine der Ordensregel. Manche der Gemeinschaft gingen in die Welt hinaus; die anderen machten Taizé zu dem, was es heute ist: Jeder ist willkommen, der sich auf das einfache Leben sowie den Rhythmus von Gebet, Gesang und Stille einlässt. Das Bistum und die evang. Kantonalkirche adaptierten die Idee 1998 und feiern die «Nacht der Lichter» im Turnus von zwei Jahren nun zum elften Mal in St. Gallen.

Sie findet am Samstag, 1. Dezember, um 20 Uhr in der Kathedrale und der Kirche St. Laurenzen statt. Tausende Kerzen werden nach und nach entzündet, die Taizé-Lieder mehrmals wiederholt, dazwischen kurze Bibeltexte gelesen, das Vaterunser gesprochen. Über all dies legt sich ein Mantel der Stille. Ab 21 Uhr treffen sich die jungen Leute auf dem Klosterplatz. (meka)


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Kommentar erstellen
KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Pop-Oratorium «Luther» begeisterte  | Artikel

Die Schweizer Uraufführung des Poporatoriums «Luther» fand am 3. November in der Olmahalle St. Gallen statt. Das musikalische Projekt entstand als Zusammenarbeit der Creativen Kirche Witten, der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen und der Evangelischen Allianz St.Gallen. Beide Vorstellungen waren ausverkauft und fanden beim Publikum begeisterten Zuspruch. Karsten Risseeuw war mit der Kamera dabei. 


Das Buch der Bücher – von Josef Geier  | Artikel

Der St.Galler Künstler Josef Geier konnte anslässlich des Reformationsjubiläums eine Skulptur in der Form einer begehbaren Bibel verwirklichen. Das Werk stand bei der Universität (Themenschwerpunkt: Bildung), auf dem Klosterplatz (Themenschwerpunkt: Basis & Beteiligung, beim Vadiandenkmal (Themenschwerpunkt: Befreiung) und beim Bahnhof (Themenschwerpunkt: Bewegung). In diesem Kurzporträt erzählt der Künstler, wie es zu diesem Projekt kam, das die Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen unterstützte. 

 


Uraufführung von Peter Roths Requiem  | Artikel

Im Auftrag der St. Galler Kantonalkirche hat der Musiker und Komponist Peter Roth ein Requiem geschaffen. Die Uraufführungen in St. Gallen und in Alt St. Johann zogen über 1500 Interessierte in Bann. Wer keinen Stuhl mehr ergattern konnte, dem bietet sich im kommenden Jahr nochmals die Gelegenheit «Wisst ihr denn nicht?» zu erleben, und zwar am: 


Samstag, 23. Februar 2019, 20 Uhr, in der evang. Kirche in Teufen
Sonntag, 10. März 2019, 17 Uhr, Kirche St. Maria Neudorf, St. Gallen
Samstag,15. Juni 2019, 20 Uhr, Grossmünster, Zürich
Sonntag, 23. Juni 2019, 17 Uhr, Lukaskirche, Luzern