News aus dem Kanton St. Gallen

Kirchenrat empfiehlt ein Nein zur Selbstbestimmungsinitiative

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01.11.2018
Der Kirchenrat der reformierten Kirche Baselland wertet die Selbstbestimmungsinitiative, über die am 25. November 2018 abgestimmt wird, als Gefährdung der Menschenrechte und Gefahr für die Europäische Menschenrechtskonvention EMRK. Er empfiehlt die Initiative zur Ablehnung.

In der Pr├Ąambel der Bundesverfassung stehe ┬źdie St├Ąrke des Volkes misst sich am Wohl der Schwachen┬╗, schreibt der Kirchenrat. Kirche und Staat seien aus guten Gr├╝nden unabh├Ąngig voneinander, beide seien jedoch um der Menschen willen da und sorgten auf je eigene Weise f├╝r Frieden und Gerechtigkeit.

┬źMenschenrechte sind nicht Rechte von Staaten, sondern Rechte der B├╝rgerinnen und B├╝rger gegen├╝ber dem Staat. Sie sind universell┬╗, heisst es in der Medienmitteilung. In den Menschenrechten komme der gleiche Respekt gegen├╝ber allen Menschen und die unbedingte Schutzw├╝rdigkeit allen menschlichen Lebens zum Ausdruck. Dieser Gedanke entspreche dem christlichen Menschenbild. ┬źAuch in einem demokratischen Staat wie der Schweiz brauchen beispielsweise Minderheiten den Schutz vor einer Mehrheitsdiktatur. Die Machtf├╝lle des Souver├Ąns muss deshalb um das Wohl jedes einzelnen Menschen willen begrenzt sein┬╗, so der Kirchenrat. Es gelte daher, die Menschenrechte und die Europ├Ąische Menschenrechtskonvention EMRK zu sch├╝tzen. pd

1. November 2018

Zur Medienmitteilung

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