News aus dem Kanton St. Gallen

Neue Webportale in der reformierten Medienlandschaft

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26.02.2016
Schweizer Kirchenzeitungen gibt es seit mehr als hundert Jahren. Ab heute beginnt für die Kirchenboten von St. Gallen, Thurgau und die Kirchenzeitungen von Appenzell und Glarus «magnet» und «reformiertGL» ein neues digitales Zeitalter. Zusammen mit dem Interkantonalen Kirchenboten starten sie Webseiten, die einen breiten Einblick in Kirche und Religion bieten.

Ende Februar machen die Kirchenzeitungen der Ostschweiz und der Interkantonale Kirchenbote einen grossen Schritt in die digitale Zukunft. Nach monatelangem Planen, Diskutieren und Programmieren erscheinen ihre neuen Webseiten. Die News-Plattformen verf├╝gen ├╝ber viele Gemeinsamkeiten, k├Ânnen jedoch von jedem Partner individuell bespielt werden.
Die neuen Webseiten geben nicht nur die Beitr├Ąge aus den Printausgaben wieder, sondern bieten zus├Ątzlich Informationen rund um Kirche, Kultur und Gesellschaft. Der Veranstaltungskalender zeigt die neuesten Angebote. Dazu gibt es einen Beratungsteil, Tipps und Hintergrund-Dossiers. Bildstrecken und Videos illustrieren das Kirchenleben.

Vielf├Ąltiger Einblick in die Kirche
Der Online-Auftritt wurde zusammen mit Multidigital, einem Unternehmen der NZZ-Mediengruppe, geschaffen. Er beschr├Ąnke sich nicht auf die Wiedergabe der gedruckten Ausgabe, sagt Tilmann Zuber, Chefredaktor des Interkantonalen Kirchenboten. ┬źDas Konzept sieht vor, dass auch Kantonalkirchen, Hilfswerke und andere Institutionen regelm├Ąssig ihre Inhalte publizieren k├Ânnen.┬╗ Die Plattformen bieten so einen breiten, vielf├Ąltigen, spannenden und aktuellen Einblick in Kirche und Religion. Zuber bittet jedoch um Geduld. In den kommenden Wochen werde man mit verschiedenen Interessenten Gespr├Ąche f├╝hren und dann die Inhalte aufschalten.

Komplexe Plattform
Mit dem Projekt gehen die Kirchenzeitungen neue Wege. Es gilt als komplex und exemplarisch. 2013 habe man erstmals ├╝ber eine solche gemeinsame Internetplattform diskutiert, erz├Ąhlt J├╝rg Steinmann, St. Galler Verantwortlicher f├╝r das reformierte Medienportal. Dann folgten sechs Monate Konzeptarbeit und ein Jahr f├╝r die Realisierung, bis die ┬źkomplexe Plattform, ├╝ber die ansonsten nur grosse Tageszeitungen verf├╝gen┬╗, stand.
F├╝r Roman Salzmann ist die erfolgreiche Lancierung des reformierten Webportals keine Selbstverst├Ąndlichkeit. Sie zeuge von einem zukunftsorientierten Denken der Kirchenmedien, die ├╝ber die eigenen Grenzen hinausschauen, sagt der Chefredaktor des Thurgauer Kirchenboten. ┬źWir k├Ânnen unsere Meldungen online verbreiten und bieten unseren Lesern den Mehrwert der zus├Ątzlichen Beitr├Ąge.┬╗ So wollen die Thurgauer ihre umfangreichen Dossierbeitr├Ąge zur Reformation und ihre Kinderseiten ins Internet stellen. Um die Inhalte professionell zu pflegen, werde man die Redaktion ausbauen.

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