News aus dem Kanton St. Gallen

Lokal verbunden, um welt-weit etwas zu verändern

von Uwe Habenicht, Pfarrer in St. Gallen – Straubenzell
min
23.03.2026
60 Jugendliche aus Rorschach, St. Gallen und Rehetobel entdeckten mit Mission 21 die weltweite Kirche. Sie lernten in Rorschach Zusammenhänge verstehen, welche die Schweizer Kirche mit der weltweiten Kirche verbindet.

Am Ende eines langen Tages voller Eindrücke und Erlebnisse antwortete eine Jugendliche auf die Frage, was sie von diesem Tag mit nach Hause nehme? Kein Wort. Sie zeigte aber nach kurzer Überlegung ein Blatt Papier. Darauf hat sie ihren Fussabdruck gezeichnet, worin steht: «Ich gehöre zu den sieben Prozent der Weltbevölkerung, denen es am allerbesten geht.» Ich nicke und denke: «Dieser Tag hat sich gelohnt.»

Mission 21 kennenlernen

Seit einigen Jahren kommen Jugendliche aus St. Gallen und Umgebung einmal im Jahr zusammen, um mit zwei Referenten von Mission 21 die Vielfalt der weltweiten Kirche zu entdecken. So erzählte Pfarrerin Anne Dietrich, die die Partnerschaftsarbeit der St. Galler Kantonalkirche mit der Morawian Church of Tanzania koordiniert, von den Begegnungen, die junge Menschen aus Tansania mit Jugendlichen aus dem Kanton St. Gallen im letzten Jahr hatten. «Und schon in wenigen Jahren könnt auch ihr an einer Begegnungsreise nach Tansania teilnehmen», wirbt die Pfarrerin für die Einblicke, die die Partnerschaftsarbeit ermöglicht. 

Für die Jugendlichen, die sich in diesem Jahr in Rorschach getroffen haben, wird es an diesem Tag aber erstmals darum gehen, zu verstehen, wie sehr unser Alltag allein durch die Lebensmittel, die wir kaufen und zu uns nehmen, mit der ganzen Welt verbunden sind. Ein Rundgang in Rorschach zur Feldmühle zeigte eine solche internationale Verflechtung sehr eindrücklich auf.

Verbundenheit sichtbar gemacht

Einzelschicksale von Menschen in Peru zum Beispiel, die unter schwierigen Bedingungen Landwirtschaft betreiben, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, machen diese Verbundenheit und auch die daran geknüpfte Verantwortung nochmals auf andere Weise sichtbar. So entdeckten die Jugendlichen in den Workshops auch, dass der Einzelne, wenn er sich mit andern zusammentut und sich gemeinsam für etwas einsetzt, die Welt ein Stück besser machen kann und auch vom Glauben anderer Christen für sich etwas lernen kann. So erlebten die Konfirmandinnen und Konfirmanden einen anregenden und ermutigenden Konf-Tag, der den Horizont weit über Rorschach hinaus öffnete.

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