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Kirche

50 Jahre «Hüter und Wächter» der Kirche Thal

22.05.2017
Seltenes Jubiläum bei der Evangelischen Kirchgemeinde Thal-Lutzenberg: Felix Ammann amtet seit 50 Jahren als umsichtiger Mesmer in der paritätischen Kirche Thal.

Es war am 1. Januar 1968, als Felix Ammann als 19-Jähriger das Amt antrat, «doch schon vorher habe ich als Jugendlicher dem Mesmer geholfen». Er arbeitete als gelernter Gärtner in Vaters Gärtnerei. Diese war auch zuständig für den Friedhof. So war es naheliegend, dass der junge Ammann das Mesmeramt antrat neben der Gärtnerei, die er dann später vom Vater übernahm.

Ein Mesmer «alter Garde»

Und bis heute ist er «der Hüter und Wächter der Thaler Kirche geblieben», schreibt Pfarrerin Barbara Köhler im «Rheintaler». Er schliesse und öffne die Kirche, putze sie, halte sie instand, räume auf, entzünde Kerzen, stecke die Liedtafel, läute die Glocken, bereite die Gottesdienste überhaupt vor und sorge für den Kirchenschmuck. Mit Humor, Eifer, Fleiss und Wissen gehöre er zur Kirche wie kaum ein anderer, schreibt die Pfarrerin weiter: «Ich nenne ihn ob seiner Improvisationskunst Keili-Mesmer. Denn wo immer etwas in Schieflage geraten ist – unser Mesmer bringt’s wieder ins Lot.» Felix Ammanns grosse Hilfe bei seinen Tätigkeiten ist seine Frau Trudy. 

Obwohl er ein Mesmer der «alten Garde» sei und sich das Amt in all den Jahren verändert habe, «macht es mir immer noch viel Freude», so Felix Ammann. «Es harmoniert einfach auf allen Ebenen.» Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchgemeinde und vor allem mit deren Mesmerin Madlen
Giurgola. «Insbesondere bei hohen Festtagen muss genau geplant werden, damit wir problemlos aneinander vorbeikommen.»

Zum zweiten Mal: Kirchenrenovation

Und als etwas Besonderes bezeichnet Ammann auch die am 24. April begonnene Kirchenrenovation. «Ich finde es spannend, nach der letzten Renovation 1976/78 das nun nochmals erleben zu dürfen», sagt Felix Ammann. Die Kirche bleibt bis voraussichtlich Dezember 2017 für alle kirchlichen Aktivitäten geschlossen. Sie werden ins evangelische Kirchgemeindehaus respektive katholische Pfarreiheim verlagert. Die Arbeit für den umtriebigen Mesmer aber bleibt.

Text: Reto Neurauter | Foto: pd  – Kirchenbote SG, Juni-Juli 2017

 


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